Heile Welt dank Zensur und Überwachung. Heil unseren geistigen Führern aus Politik und JugendschutzX Schließen

Service beantragen

Bilder von der ehemaligen Schlosspark-Fete, der wildesten Schulabschluss-Party des Nordens. Betrunkene Teenies, Liebespaare auf dem Rasen, strippende Girls, nichts scheint unmöglich. Siehe auch GirlPix.org für mehr Exzesse von Teenagern.
 

Schulabschluss-Party 1989 - 2012 (School's out Party)

Gewidmet der ehemaligen Schlossparkfete in Braunschweig / Niedersachsen
 
 
 
Zum Schutz der labilen Psyche hier vorbeischauender ältlicher Zensoren
wurde dieser Ausdruck jugendlicher Lebensfreude mit Sichtbalken versehen.
die coolsten Bilder der Schloßparkfete, 1989 - 2001
Klicken für mehr von der Schlossparkfete
 
 
Bericht zur Bürgerpark-Party 2012 jetzt online (guckst Du hier).
 
 
Bürgerpark-Party versus Schloßpark-Fete

Ein Mitveranstalter der aktuellen Bürgerpark-Party trat an mich heran mit der Behauptung, es bestünde Verwechslungsgefahr zwischen meinem Blog und seiner Veranstaltung.
 
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Veranstalter der peinlichen Polizeistaat-Party im Bürgerpark versuchen, sich mit der überregionalen Popularität der Schloßparkfete und dieses 15 Jahre alten Blogs zu schmücken und planen offenbar eine feindliche Übernahme. Eine Verwechslung ist dagegen völlig ausgeschlossen, siehe nachfolgende kleine Gegenüberstellung:
 
Bürgerpark-Party: Schlossparkfete:
Mit Ritalin und Steuerchips ruhig gestellte Schüler im Bürgerpark Übermut und Lebensfreude bei der Schloßparkfete
Bürgerpark-Party: Schlossparkfete:
Polizeigewalt im Bürgerpark Küssende Girls und neckische Spiele auf der Schloßparkfete
Und in Stichworten:
• von Jugendschützern am Reißbrett geplanter, mit Steuergeldern finanzierter Kindergeburtstag. • unorganisiertes, allein auf Tradition beruhendes Zusammentreffen von Abiturienten und Studenten nach der Zeugnisvergabe.
• massives Polizeiaufgebot, Überwachung, Bespitzelung und Gängelung und dadurch provoziert auch immer wieder Gewalttätigkeiten, Verletzte und Frusttrinker. • ungezügeltes aber friedliches Treiben ausgelassener junger Menschen ohne jede Präsenz von Ordnungskräften und ohne mir bekannte Zwischenfälle oder Verletzte.
• ca. 2000 Besucher, überwiegend Minderjährige. • 4000 bis 5000 Besucher, überwiegend volljährig (Abiturienten, Studenten, Veteranen.)
 
Fazit: Den mit Ritalin und implantierten Steuerchips ruhig gestellten, wie bei einer Anti-Atom-Demo von Polizeikräften umzingelten, von Spitzeln und selbsternannten Beschützern unterwanderten Jugendlichen im Bürgerpark, stehen - nach Springbreak-Vorbild - fröhlich und ausgelassen feiernde Schüler der klassischen Schlosspark-Fete gegenüber.
 
Für Dummies und Bürgerparkparty-Veranstalter gibt es hier noch eine ausführlichere Differenzierung.
 
- Anzeige -
Die internationale Initiative für eine glückliche und unbeschwerte Jugend
 
 
Bürgerpark-Party 2012: 

Das einzig positiv zu vermerkende gleich vorweg: Es waren, trotz des eher bescheidenen Wetters mit Regengefahr, erstaunlich viele Besucher gekommen. Das lag zum einen daran, dass viele Wolfenbüttler (wo die klassische School's-Out-Party durch amibitionierte "Jugendschützer" bereits vollständig kaputt gemacht wurde) diesmal in Braunschweig vorbeischauten, während die Braunschweiger halt noch keine Ausweichmöglichkeit entdeckt haben. Zum anderen aber lag es auch an der klugen Idee, Einladungen via Facebook lawinenartig unters Volk zu versprengen. Auf diese Weise kann man auch schlechte Parties hervorragend promoten. Zumindest einmal, denn auch Facebook kann natürlich nicht den Lerneffekt verhindern.
 
Bislang hatte ich immer auf die Bild-Galerien der Braunschweiger Zeitung verlinkt, aber dieses Jahr fand wohl selbst dieses treue Sprachorgan der Braunschweiger Konservativen die Veranstaltung zu langweilig, um davon Bilder zu machen. Also dies Jahr nix Bilder, von mir sowieso (schon lange) nicht mehr. Höchstens von Polizeigewalt (klick aufs Bild für mehr Infos).
 

[ Polizeihorden umzingeln die feiernden Jugendlichen ]
 
Das Zweite, was dieses Jahr auffiel, waren erneut die "marodierenden Polizeihorden in Kampfanzügen". 60 Polizisten für knapp 2000 Schüler. Auf einem durchschnittlichen Schulhof wird diese Anzahl Schüler von 3 Lehrkräften beaufsicht. Ohne Kampfanzug. Man fragt sich wirklich, welche paranoiden Law and Order Psychos da bei der Planung am Werk sind. Die ganze Veranstaltung würde friedlicher verlaufen, wenn statt dieser paramilitärischen Kampftrupps einfach zwei bis drei Streifenpolizisten (die mit den grünen Mützchen) vorbeischauen und zuallererst den ständig provozierenden, selbsternannten Jugendschützern Platzverweis erteilen würden. Das Fest wäre sofort friedlicher und fröhlicher, wenn man auf dieses kranke Polizeistaat-Gebahren verzichten würde.
 
Das dritte, was dieses Jahr auffiel, waren überall diese heruntergekommenen "Hartzer", die mit geklauten Einkaufswagen Pfandflaschen einsammelten, um sich ein paar Euro dazuzuverdienen. Was ist nur aus dieser Stadt geworden? Die Verhältnisse werden immer amerikanischer. In 10 Jahren werden hier wohl halbverhungerte Obdachlose zwischen den Schülern kriechen und um Brotkrumen betteln.
 
Arbeitsloser macht jeden Job, sogar als Jugendschützer
[ Heruntergekommener Hartzer auf Leergut- und Job-Suche ]
 
Dennoch kann man nicht leugnen, dass zumindest ein Teil der Anwesenden versuchte, das Beste aus dieser faschistoiden Situation zu machen und ein bisschen zu feiern. Ich selber hatte diesmal nur für 20 Minuten vorbeigeschaut, kurz meine Scan-Bilder zu den Besucherzahlen gemacht (ca. 2000), und dann noch 10 Minuten Zeit mit einem dieser verbeamteten, ständig ihre Existenzberechtigung nachweisen müssenden Jugendschutz-Fuzzis vergeudet, der sich vor allem selbst gerne reden hört und offenbar offiziell tolerierte Polizeigewalt und Doppelmoral nach amerikanischem Vorbild auch bei uns etablieren will (siehe nachfolgenden Bericht). Was ist nur aus dieser Stadt geworden ...
 
 
Jugendschutz - Unheimliche Begegnung der dritten Art

Wie alljährlich machte ich gerade ein paar Scan-Bilder mit der Digitalkamera, um anhand eines Spezialprogramms die Besucherzahl hochzurechnen, da kommt ein kleiner dicker Mann, ebenfalls mit Kamera, auf mich zugelaufen und zwingt mir eine Unterhaltung auf. Ich dachte erst "okay", vermutlich ein Journalistenkollege. Die haben in der Vergangenheit schon oft die Zusammenarbeit mit meinen Blogs gesucht, nicht zuletzt, um sich in deren Popularität zu sonnen.
 
Aber nein. Der kleine Mann mit dem freundlichen Familienpapa-Charisma entpuppt sich als Jugendschützer. Er will wissen, warum und wozu ich Fotos mache, und so kommen wir auf diesen Blog zu sprechen, den er offensichtlich schon weit besser kennt als ich selbst (habe ja noch ein gutes Dutzend anderer, sehr populärer Blogs, für die ich regelmäßig schreibe). Schon nach kurzer Zeit wird mir bewusst: Dieser Mann sucht keinen Dialog. Dazu ist er gar nicht fähig. Es muss sich um dieses Phänomen handeln, das allgemein als Lehrer-Syndrom bekannt ist. Lehrer unterhalten sich nicht. Sie winken Schüler heran und geben Anweisungen oder aber führen eine Scheindiskussion, die sie dann mit der rhetorischen Frage (unter drohendem Blick) "ob man sich einig sei", beenden. Der gemeine Schüler unterwirft sich dann diesem alltäglichen Faschismus und sagt "ja". Was bleibt ihm anderes übrig.
 
Die Fähigkeit zum Dialog mit anderen Erwachsenen haben Lehrer (und offenbar auch Jugendschützer) mitunter völlig verloren. Besonders ihre Ehepartner können da ein Lied von singen ;-)
 
So wähne ich mich in einem schlechten Film, als dieser kleine, dicke, scheinbar harmlose Typ mich dann tatsächlich fragt, "ob wir uns einig seien"? Nein sind wir nicht. Ich bin kein Schüler! Konträrer könnten wir kaum auseinandergehen. Aber fassen wir mal zusammen, was dieses alle meine Vorurteile über selbsternannte Jugendschützer und andere Scheinheiligkeiten bestätigende Individuum mir vortrug:
 
Neben der Unfähigkeit zum Dialog ist das "Lehrer-Syndrom" oft auch mit erstaunlichen Defiziten in der Logik behaftet. Wer überwiegend Weisungen erteilt und sich auf verliehene Autorität, ja gar den heiligen Gral des "Jugendschutzes" berufen kann, hat es nicht mehr nötig, folgerichtig zu denken oder gar vernünftig zu sein. Hauptsache man findet sich selbst toll. Für mich hat das den Vorteil, dass in all diesem wirren, unstrukturierten Geschwätz zwischen den Zeilen auch die wahren, niedrigen Beweggründen dieses Herrn zum Vorschein kommen: Er ärgert sich nämlich darüber, dass mein über 15 Jahre alter Blog wesentlich erfolgreicher ist als seine läppischen Facebook-Kinkerlitzchen, und ebenso ärgern ihn natürlich meine kritischen Anmerkungen, die er interessanter Weise weit besser im Kopf hat als ich selbst. Offenbar plant er jetzt eine feindliche Übernahme (Motto "Porsche übernimmt VW") und verwurstet dafür alles, was seinem begrenzten Horizont irgendwann mal an möglichen Argumenten so über den Weg lief. Und wähnt sich gar als "Experte", weil es ihm gelingt, ein paar für solche Zensur-Attacken immer gut greifende, zusammenhanglose Pauschal-Stichworte wie "Recht am eigenen Bild", "Persönlichkeitsrechte", "Presserecht", "Verwechslungsgefahr" usw. fehlerfrei zu zitieren. Zwischen den Zeilen droht er dann, seine Amtsmacht zu missbrauchen, um - wegen was auch immer - juristisch gegen mich vorzugehen. Auf Steuerzahlerkosten, versteht sich.
 
Darüber hinaus reitet er dauernd auf irgendwelchen "Mädchen mit gespreizten Beinen" herum, und ich überlege die ganze Zeit, welche Bilder auf diesem Blog er da wohl meinen könnte. Es sind alles ganz normale Partyfotos, von Jugendlichen, für Jugendliche, extra und ausdrücklich für diesen Blog gemacht, der in Jugendkreisen den allerbesten Ruf genießt, eben weil er ehrlich und unverstellt und bis vor kurzem unzensiert berichtet.
 
Pervertierte Scheinheiligkeit ick hör dir trapsen
Oh, ein Mädchenslip. Da fallen einem ja die Augen raus, äh - ich meine natürlich widerlich. Absolut widerlich.
 
Erniedrigend für das arme Mädchen, das vermutlich von Zuhältern zu diesem Bild gezwungen wurde. Das gehört zensiert. Gegen diesen Schmutz werde ich klagen. Pornografie, jugendgefährdend. Davon wird man blind.
 
Aber geil ist es trotzdem, Mädchenslip - lechz ...
 
Ich forsche also zu Hause erstmal nach, was für ein Bild er da gemeint haben könnte, und bin jetzt wirklich fassungslos. Was für ein widerwärtiger, scheinheiliger Perversling, der da seine eigene, schmutzige, sexualneurotische Fantasie auf ein völlig harmloses Bild überträgt, das jeder geistig gesunde Mensch einfach nur als witzig und unverfänglich empfindet und zudem sofort als gestellt erkennt. Dieses "Alkoholleiche" genannte Bild (s. o. - im Original übrigens ohne Stielaugen) hatten wir damals ganz bewusst inszeniert und für diesen Blog gemacht. Alle Beteiligten hatten großen Spaß daran, und wären schockiert, wenn sie jetzt erfahren müssten, welche schmutzigen Gedanken solche harmlosen Bilder bei selbsternannten, psychotisch-verklemmten Jugendschützern hervorrufen können.
 
Wenn ich geahnt hätte, auf welches Bild er sich bezieht, hätte ich diesem Schmutzfink gleich ins Gesicht gesagt, was ich von ihm halte. Unfassbar, dass man sowas auf unsere Jugend loslässt. Es scheint das gleiche Phänomen zu sein, das man auch in der katholischen Kirche beobachten konnte und musste.
 
Warnschild: Achtung Priester!
 
 
Bürgerpark-Party 2011:  Jeder Kindergeburtstag ist anarchistischer!
 
Das Positive gleich vorweg: Wer gar nicht erst hinging zu dieser Selbstbeweihräucherung selbsternannter Jugendschützer und städtischer Instanzen, der hat garantiert nichts verpasst!
 
Ein paar nette, wohlfrisierte junge Leute, gekleidet als ginge es zum Vorstellungsgespräch und nicht zu einer Schülerfete, hatten sich um die Bühne versammelt. Mehr gibt es nicht zu berichten, deshalb folgt hier nur noch eine kommentierte Statistik:
 
10.000 Clicks vermeldet der Veranstalter auf seine Facebook-Seite. Soviel hat meine (diese) Seite an 1 Tag! Und von den Deppen, die diese Facebook-Seite angeklickt hatten, war dann offenbar nur ein Bruchteil deppert genug, auch tatsächlich vorbeizuschauen.
 
3000 Besucher wurden angeblich gezählt. Jedes Jahr die gleiche Lüge. Die Reihen waren noch nie so licht wie dieses Jahr, und wer sich mit Menschengruppen ein wenig auskennt, kann leicht überschlagen, dass es knapp 1000 waren. Aber schon bei der Loveparade hatte man ja die ca. 200.000 Besucher auf über eine Million aufgeblasen. Von wegen der Publicity.
 
2000 nicht geladene Erdwespen hatten ebenfalls vorbeigeschaut. Und brachten die I-Pod-bewehrte Facebook-Jugend total aus dem Konzept und in Panik. Solcherlei Berührung mit der ungezähmten Natur ist man nicht gewohnt. Die herbeigeholte Feuerwehr erteilte den Wespen einen Platzverweis.
 
70 Dezibel betrug die zulässige Lautstärke für das Konzert (zu messen in einem Radius von 200 Metern). Leute, verarschen können sich die Jugendlichen alleine. Das Konzert fand Mittags statt, nicht Mitternacht. Selbst der anliegende Verkehrslärm ist lauter!
 
18 ehrenamtliche Malteser versorgten halb soviele Jugendliche mit noch weniger Wespenstichen, und 5 DLRG-Wichtigtuer passten auf, dass in den knietiefen Fluten der Oker niemand ertrank.
 
Fazit: Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte, und ich glaube mittlerweile, dass es diese groteske Veranstaltung komplett überbewertet, wenn ich dazu überhaupt einen Kommentar verfasse ...
 
Hier findet Ihr ein paar Schnappschüsse dieser Langweiler-Veranstaltung: Party-Fotos 2011.
 
Hier eine Dokumentation der 2009 den Bürgerpark unsicher machenden Polizeihorden
 
Und hier eine Auswahl der besten Schnappschüsse der alten Schlosspark-Fete seit den 80er Jahren: Best Of.
 
 
Bürgerpark-Party 2010:  Die neue Toleranz ?
 
Das Positive gleich vorweg: Offenbar wird diese Seite (Top-Position bei Google) auch von den Verantwortlichen gelesen. Nach der grotesken Polizeipräsenz im letzten Jahr (inklusive einiger Übergriffe, siehe hier), die von der etablierten Presse totgeschwiegen, aber zumindest bei mir ausführlich beschrieben und dokumentiert wurden, hat man dieses Jahr reagiert und offenbar auch gelernt. Und sei es auch nur, um für Verwaltung und Polizei peinliche Bilder wie letztes Jahr zu vermeiden.
 
Mein erster Eindruck, als ich dieses Jahr per Fahrrad das Umfeld erkundete, war trotzdem merkwürdig: Nirgendwo kamen mir (feucht-) fröhliche Schüler entgegen. War das Wetter nicht vielversprechend genug? War es die Enttäuschung über die Fete letztes Jahr? War es die Tatsache, dass die Kioske der Region quasi unter Polizeiaufsicht standen und an Alkoholabgabe an Minderjährige gar nicht zu denken war?
    Vermutlich von allem ein Bisschen, und dass mir dieses Jahr nicht schon am Vormittag besoffene Schüler entgegenpurzelten, kann man ja durchaus auch positiv vermerken. Auch das "Wildpinkeln" angetrunkener Mädels (letztes Jahr wusste man an manchen Stellen gar nicht, wo man hinschauen sollte) war dieses Jahr quasi inexistent:
 
Toilettenhäuschen vor der VW-Halle
[ Disziplinierte Schlangen an gepflegten Toiletten ]
 
Eine knallharte Lüge der Veranstalter wollen wir aber gleich mal ausräumen: Es war von angeblich 4000 Besuchern die Rede!? Letztes Jahr waren es laut Polizeibericht ca. 3000, und dieses Jahr war der Bürgerpark deutlich dünner und begrenzter "bevölkert", wie ich auch anhand von Fotos belegen kann (bin noch am Auswerten). Ich denke mal 2500, und das ist ja völlig okay für eine solche Veranstaltung. An die früheren über 4000, als es noch eine RICHTIGE Schulabschlussparty war (ohne selbsternannte Jugendschützer und Polizeihorden), wird man aber niemals mehr heranreichen. Nicht zuletzt auch, weil die alten Veteranen die Veranstaltung mittlerweile meiden wie der Teufel das Weihwasser.
 
Bis auf mich, der ich pflichtbewusst Jahr für Jahr vorbeipilgere, um den Niedergang zu dokumentieren.
 
Jetzt noch ein paar Worte zur Polizeipräsenz. Stolzierten letztes Jahr noch "Schlägertrupps" in schwarzen Kampfanzügen durch die Menge, so als handele es sich um eine Atomtransport-Demo, so waren Polizisten dieses Jahr fast überhaupt nicht zu sehen. Gelegentlich kamen freundliche ältere Herren in leuchtend grünem Sommer-Outfit vorbei. Die Polizei als dein Freund und Helfer. So soll es sein, so ist es völlig akzeptabel.
 
Hier eine Dokumentation der 2009 den Bürgerpark unsicher machenden Polizeihorden
 
Und hier eine Auswahl der besten Schnappschüsse der alten Schlosspark-Fete: Best Of.
 
 
Bürgerpark-Party 2009:  Polizeigewalt zwischen feiernden Schülern!
 
Polizeitruppe in Kampfanzügen auf der Suche nach Opfern
 
 
und fündig geworden: Fünf Mann werfen sich auf Jugendlichen.
 
 
Ich hatte mich ja schon in den vergangenen Jahren über die groteske Polizeipräsenz mokiert. Dazu muss ich anstandshalber erwähnen, dass man sich dieses Jahr dezenter im Hintergrund hielt. Eine durchaus kluge aber keineswegs tolerantere Politik. Ständige Ein- und Übergriffe der Ordnungshüter gingen nur so blitzschnell über die Bühne, dass man sie allenfalls durch Zufall erwischen konnte.
 
Hier mal eine kurze Beschreibung des gefilmten Vorgangs: Truppen wie im oberen Bild marschierten alleweil im Stechschritt um die Versammlung herum. Dabei ging es vermutlich vor allem darum, einschüchternde Präsenz zu vermitteln. Selbstverständlich hätte eine Handvoll freundlicher Schutzpolizisten völlig ausgereicht, aber man wollte halt ganz bewusst vermeiden, dass in den Jugendlichen, und sei es auch nur für Sekunden, der Eindruck aufkeimen könnte, dass wir in einem freien Land leben. Solchem Revoluzzertum muss vorgebeugt werden. Man nennt das auch "psychologische Kriegsführung".
 
Zumindest im vorliegenden Fall wurde es dann aber auch handfest. Ein junger Mann aus einer Gruppe war vermutlich nicht bereit, sich auszuweisen, flüchtete über eine Wiese, wo sich dann 5 ausgewachsene Polizisten gleichzeitig auf ihn warfen. Man sah ihn noch kurz zappeln, dann war Ruhe. Die Männer verharrten dennoch minutenlang auf ihrem Opfer. Wie man dem Bild entnehmen kann, sicherte der Rest der Truppe gleichzeitig das Gelände, und verdeckte eventuellen Zeugen den Blick. Eine systematische Vorgehensweise, die vermutlich regelrecht trainiert wird. Das im Hintergrund, getrennt durch die Wiese, jemand mit Kamera steht, hatten sie übersehen. Leider war ich sehr weit weg und auch völlig überrascht von dem aus heiterem Himmel stattfindenden Übergriff.
 
Kleine Statistik:
- ca. 3000 Schüler (soviel wie auf manchem Schulhof, der von 3 - 4 Lehrkräften beaufsichtigt wird)
- 60 Polizisten in schwarzen Kampfanzügen (trotz ca. 50° in der Sonne)
- ca. 20 (unbewaffnete) Zusatzkräfte eines Sicherheitsdienstes
- weitere 30 Beamte (zu Pferd und Fahrrad), die "Abwanderungsbewegungen" beobachteten
- Kriminalstatistik:
    • 2 Körperverletzungen (durch Polizisten?)
    • 2 Widerstände (Widerspruch wurde in Grund und Boden gestampft, siehe Foto)
    • 5 Platzverweise (in die Disco kommt schließlich auch nicht jeder rein)
    • 50 Ermahnungen (gelbe Karte wegen mangelnder Ehrerbietung?)
 
- 15 Sanitäter, die in genau 14 Fällen Hilfe leisten mussten (was hat der 15. gemacht?)
- Eine unbekannte Anzahl ziviler (selbsternannter) Jugendschützer
- Wegen der Oker war auch noch der DLRG zugegen. 1 Mädel wurde aus den knietiefen Fluten gerettet.
 
Weitere Bilder von der Location und den umherziehenden Polizeihorden findet ihr hier
 
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich unterstelle hier nicht, dass der junge Mann völlig zu Unrecht überwältigt wurde oder dass ihm unnötig Gewalt angetan wurde. Das weiß ich schlicht und einfach nicht. Es war einfach diese maßlos überdosierte, erschreckend archaisch-faschistoide Szenerie, die ich festhalten wollte. Wohlgemerkt: es handelt sich hier um eine völlig friedliche Outdoor-Party von überwiegend minderjährigen Schülern. Das ist hier keine radikal-politische Demonstration und auch kein Fußballspiel!
 
Okay, jetzt noch genau ein Satz zur Veranstaltung an sich:
 
Es war grottenlangweilig und spießig wie bei Omas Gartenparty oder einer Vortragsreihe des christlichen Vereins junger Menschen.
 
Das politische Ziel einer duckmäuserischen, braven "Stepford-Jugend" ist also längst erreicht. Wozu, fragt man sich, dann noch diese Polizeipräsenz? Hat man Angst vor einzelnen Rückfällen. Angst, dass der eine oder andere Chip im Kopf der Teenies versagen könnte?
 
- Anzeige -
Die internationale Initiative für eine glückliche und unbeschwerte Jugend
 
Hier findet Ihr eine aktuelle Bildergalerie.
 
Hier eine Dokumentation der den Bürgerpark unsicher machenden Polizeihorden
 
Und hier eine Auswahl der besten Schnappschüsse der alten Schlosspark-Fete: Best Of.
 
 
Party 2008:  Zum vierten Mal im Kiryat Tivon Park!
 
Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Jetzt also schon das vierte Jahr ohne Schlosspark. Im ehemaligen Schlosspark steht jetzt ein als Schloss getarnter Konsumtempel. Aber das ist eine andere Geschichte ...
    Ich hatte ganz bewusst an dieser Stelle keine Daten im Voraus bekannt gemacht, zum ersten Mal übrigens. Ich wollte keine Werbung für eine Polizeistaat-Fete machen. Immerhin hat diese Seite die Google Topposition für alles, was mit Schulabschlussparties und Co zu tun hat. Aber natürlich habe ich es mir, in wehmütiger Erinnerung an alte Zeiten, nicht nehmen lassen, vorbeizuschauen. Und sei es auch nur zum Lästern ;-)
 
Fangen wir also traditionsgemäß mit dem Wetter an. War diesmal, zum ersten mal seit einer Serie von Jahren, eher bescheiden. Nicht schlecht, immerhin regnete es nicht, aber auch nicht wirklich gut. Es war so, dass die Jungs ihre coolen Jacken anbehalten konnten (ein Typ ist halt nur mit Sonnenbrille und Bomber- oder was auch immer Jacke cool), und die Mädels, wenn sie denn sexy sein wollten, ein wenig frösteln oder sich warm tanzen mussten. Dennoch gab es etliche, die bereit waren, für Schönheit zu leiden ;-)
    Aber da habe ich jetzt den wichtigsten ersten Eindruck übersprungen, weshalb ich den hiermit nachhole: Wenn man sich dem Terrain näherte, waren unzählige Polizei-Mannschaftswagen das erste, was man sah. Die paar Schüler, die noch vorbei schauten (jedes Jahr werden es weniger) waren eingekreist von fast der gleichen Menge Polizisten. Ein Aufgebot, das auf den ersten Blick eine NPD-Demonstration oder Atommülltransporte vermuten ließ. Es ist unglaublich. Wer zahlt diesen grotesk lächerlichen Großeinsatz eigentlich? Und woher kommt diese panische Angst vor ein paar Jugendlichen, die einfach nur ein bisschen feiern wollen?
 
Mal resümieren: 1. Punkt: Police-State III, 2. Punkt: Wetter bescheiden, 3. Punkt, ach so, da war ich drüber abgestorben. Okay, nach einer Ära der angepassten Musterschüler mit Glockenminis, goldfarbenen FlipFlops und braven Tops, gibt es inzwischen wieder deutlich mehr Individualismus und auch einige ziemlich coole Typen. Diesmal vor allem die Jungs, da war so ziemlich alles vertreten, vom Latin-Gigolo in Lederweste auf nackter Haut bis hin zum Marilyn Manson Verschnitt im langen Gothic-Ledermantel. Okay Mädels, diesmal habt ihr Nachholbedarf. Einfach nur ein paar Shorts rauskramen, weil Germanys Möchtegern-Topmodels die auch getragen hatten, reicht nicht, um wirklich was her zu machen.
 
Punkt 4, der Alkohol. Jo, Alkohol gabs ;-)
Nach dem totalen Alkoholverbot vom letzten Jahr, das nicht nur rechtlich ausgesprochen fragwürdig, sondern auch ein hirnverbrannt dummer Schildbürgerstreich war (denn was nutzt es, wenn die Schüler sich dann der Aufsicht entziehen und woanders saufen), hatte man dieses Jahr dazu gelernt. Die Polizei hielt sich bewusst abseits, wahrte Distanz zu den Feiernden, und Alkohol wurde offenbar vollständig toleriert. Dennoch eine Entscheidung, die zu spät kam, denn im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Besucher offenkundig noch deutlich weiter reduziert. Waren letztes Jahr noch viele weggeschickt worden, oder freiwillig vor dem kleinen Polizeistaat geflüchtet, so waren sie dieses Jahr gar nicht erst gekommen.
 
Punkt 5, die Musik. Jo, Musik gabs ;-)
Mehr kann und will ich dazu auch nicht sagen. Aufgefallen war mir noch, dass die Lautstärke im Vergleich zum Vorjahr reduziert war, aber Lautstärke ist ein zweischneidiges Schwert, deshalb will ich DARÜBER ausnahmsweise mal nicht lästern.
 
Punkt 6, und das ist jetzt ein ganz persönlicher Punkt: Ich werde alt :-(
Vorbei nicht nur die Zeiten der glorreichen alten Schlossparkfete. Vorbei wohl auch meine glorreichen Zeiten. Also im Halbdunkel der Discotheken werde ich ja durchaus noch wahrgenommen, auch wenn vermutlich eher meine Begleiterinnen der originäre Blickfang sind, aber hier, im gnadenlosen Tageslicht, unter all diesen extrem jungen Leuten - früher war das Publikum gemischter und man traf auch noch mal einen alten Bekannten - hier also hatte ich tatsächlich keinen einzigen Blickkontakt. Nicht einen. Nicht mal kurz. So als wäre ich unsichtbar, ein materiell gar nicht anwesender Zeitreisender :-(
    Okay, nein, stimmt nicht. Da war zuerst mal der Blick dieses glatzköpfigen, mittelalten Rettungssanitäters, der mich angeschaut hatte, als wäre ich ein frisch dem Grab entstiegener Vampir oder so, und noch immer überlege ich, woran es gelegen haben könnte. Mein Gothic-Light-Outfit? Kann nicht sein, fällt hier gar nicht auf. Mein Alter? Okay, ich bin nicht mehr der jüngste, aber "Die Mumie" bin ich auch noch nicht. Vielleicht meinte er aber auch nur, dass man in meinem Alter gefälligst Glatze und Bierbauch hat und zu Hause bei "Muttern" bleibt.
    Ach so, und noch einer hatte mich angeschaut: So ein kleiner, vielleicht 18-jähriger Latinotyp, hübsch, aber eigentlich zu klein und zierlich für einen Mann, und mit einem Outfit, das an einen der streunenden Hinterhof-Kater aus den Aristocats erinnerte. Der hatte mich also fixiert, mit einem Blick, den ich irgendwie als "Uih, ist der aber groß, ist der für MICH?" deuten würde. Schnell weg, dachte ich mir, und nun sitze ich hier ganz allein zu Hause am Computer und versinke in wehmütig nostalgischen Gedanken ...
 
Hier findet Ihr eine aktuelle Bildergalerie.
 
Und hier eine Auswahl der besten Schnappschüsse der alten Schlosspark-Fete: Best Of.
 
 
Party 2007:  Zum dritten Mal im Kiryat Tivon Park!
 
Das Wetter war perfekt, heiter, trocken und recht warm, aber nicht so heiß und schwül wie in den vergangenen Jahren. Auch die Stimmung war hervorragend. Und hatte ich letztes Jahr noch die Kleidung einiger Schüler moniert (vor allem die Mädels, mit ihren Miniröckchen und Tops, sahen vielfach so aus, als wollten sie zu Omas Gartenparty), so war auch da dieses Jahr mehr Mut und Originalität zu registrieren. Einige Mädels waren sogar richtig sexy. Zu den Bands kann und will ich hier nichts sagen, es waren regionale Schülerbands, und es ist grundsätzlich richtig, solche Bands für solche Anlässe zu engagieren.
    Wer die alte Schlossparkfete nicht mehr erlebt hat, wer vielleicht überhaupt noch nie auf einer (richtigen!) School's-out-Party war, der konnte mit dieser durchaus gelungenen Veranstaltung sicherlich zufrieden sein. Ein schaler Nachgeschmack bleibt trotzdem: Die konservativen Stadtbonzen, in Tateinheit mit all den selbsternannten Jugendschützern, haben eine einstige Schülerveranstaltung in ihre Fänge bekommen und komplett umgekrempelt. Fast fühlt man sich erinnert an Filme wie "Die Frauen von Stepford" etc. und möchte nach den Chips im Kopf all dieser (viel zu) braven jungen Leute suchen. Das (polizeilich streng überwachte) totale Alkoholverbot ist dabei nicht nur deutlichstes Symptom, sondern gleichzeitig auch Anlass zur Hoffnung. Es kamen nämlich nicht mal 2000 Schüler, und viele gingen auch bald wieder, spätestens nachdem ihnen von "Ordnungskräften" ihre Getränke abgenommen worden waren. Eine Dezentralisierung der Schulabschluss-Parties ist bereits jetzt festzustellen, eine weitere Hochburg gab es zB. am - zur Zeit noch unbewachten - Heidbergsee (Südstadt). Vielleicht kristallisiert sich im Laufe der Zeit ein neuer Standort heraus. Für eine echte School's Out Party.
 
Und im Kiryat Tivon Park mögen dann doch all die Polizeikräfte und "Jugendschützer" unter sich feiern. Zusammen mit ihrem (irgendwie an George Bush erinnernden) Bürgermeister und ein paar Chip-implantierten Vorzeige-Jugendlichen ;-)
 
Hier findet Ihr eine Bildergalerie von 2007.
 
 
Kiryat-Tivon-Party 2006:  Der Schlosspark ist tot, es lebe die Schlossparkfete!
 
Wie weiter unten lang und breit ausgeführt, der Schlosspark ist Geschichte. Der Kiryat Tivon Park, im letzten Jahr noch Verlegenheitslösung, scheint sich als Nachfolger herauszukristallisieren. Er ist auch nicht schlecht, nur halt recht klein, und nicht mehr so zentral gelegen. Im Volksmund wird die Schülerfete aber wohl weiterhin "Schlosspark-Fete" heißen, nicht zuletzt, weil Kiryat Tivon kein Mensch aussprechen, geschweige denn schreiben kann. Und ich habe auch gar keine Lust, nachzuforschen, woher dieser merkwürdige Name kommt ;-)
 
Zur diesjährigen Schulabschluss-Fete: Es kamen rund 1300 Schüler, was deutlich unter den Zahlen der alten Schlosspark-Fete liegt, andererseits aber auch ganz gut ist, denn die neue Location würde beim besten Willen keinen Platz für 3000 oder mehr Besucher bieten. Schon jetzt wichen viele in die umliegenden Parks und Grünflächen aus. Die Stimmung war (für einen Zeugnis-Tag) recht ausgelassen, die geladenen Bands (Organisatoren: die Jugendförderung BS und der Stadt-Schülerrat) erstaunlich gut. Kleines Kuriosum am Rande: einmal mehr hatte die Stadtverwaltung 50 Polizisten/Einsatzkräfte abgestellt, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Das ist der Hammer! Ein paar Hundert Schüler in einem Park von kaum 50 x 50 Metern, aber Polizeieinsatz wie bei einer Großdemo. Die alten Herren der Stadtverwaltung müssen panische Angst vor der Jugend haben. Völlig grundlos, wie mein abschließender Kommentar zeigen dürfte:
 
Persönlicher Eindruck/Kommentar: Es war alles so brav! Überall diese Mädels in ihren Miniröckchen und Tops, so als gingen sie zur Geburtstagsfeier ihrer Omi oder zur Konfirmation, aber nicht zu einer Schulabschlussfeier. Kinder, guckt euch mal an, was die Amis für ein Fass aufmachen, wenn die Schulzeit vorbei ist. Und auch wenn die Polizei anderes behauptete, selber konnte ich kaum Alkohol, geschweige denn Betrunkene entdecken. Nebenbei bemerkt, als Tip für die Jungs, nächstes Jahr: Es herrschte erstaunlicher Mädchenüberschuss und es waren einige sehr hübsche dabei, wenn auch halt bißchen spießig und verklemmt. Ja, insgesamt hatte man den Eindruck, als wäre man auf einer Gartenparty der Jungen Union. Lauter adrett gekleidete junge Leute, angepasst und fleißig, und stets bereit, der Frau Merkel zu helfen, unser schönes Land in einen riesigen Fressnapf für die Globalisierungs-Heuschrecken umzubauen. Ob sie gar nicht merken, dass sie das Futter sind? Beängstigend, fast wie in der "Zeitmaschine" nach H. G. Wells.
 
Hier findet Ihr eine hübsche Bildergalerie.
 
Und hier eine Auswahl der zurückliegenden Jahre: Abschlussparty - Best Of.
 
 
Kiryat-Tivon-Party 2005:  den Schloßpark gibts nicht mehr :-(
 
Da der Schlosspark nur noch eine Baustelle ist (siehe weiter unten), fand die Schlosspark-Fete dieses Jahr erstmal im Kiryat-Tivon-Park
(das ist der kleine Teich zwischen Stadtbad und VW-Halle) statt. Naturgemäß mußte auch der Name geändert werden, es heißt jetzt schlichtweg "School's Out Party". Erwähnt werden muß hier noch, daß es eine als "Demo" angemeldete Gegenparty gab, die aber nicht besonders gut besucht war. Dazu, sowie zu den politischen Hintergründen, weiter unten mehr.
 
It's Partytime!  Zusammenfassend kann man sagen, daß die Schulabschluss-Fete durchaus ein Erfolg war, und diejenigen, die die alte Schlosspark-Fete nicht kannten, hatten sich gut amüsiert. Hier findet Ihr eine hübsche Bildergalerie.
 
Dennoch muß man natürlich erwähnen, daß schon alleine die Menge der Teilnehmer nur ein Bruchteil vergangener Jahre war. Das Publikum war deutlich jünger, und, ich kann mir nicht helfen, braver. Vor allem die Mädels sahen in ihren braven Tops und Miniröckchen eher so aus, als wollten sie zu einem Vorstellungsgespräch, denn zu einer (einstmals wilden) Schülerparty. Sexbomben, Grufties, Punks und Besoffene waren kaum zu sehen. Auch Studenten und ältere Semester schenkten sich die Sache. Eine Galerie der besten Schnappschüsse der vergangenen Jahre findet Ihr hier: Best of School's Out
 
Die Politischen Hintergründe:  Die Unverschämtheit, mit der hier die Menschen über den Tisch gezogen und manipuliert werden, ist so bilderbuch-klischeehaft, daß sie fast einem schlechten Hollywood-Film entstammen könnte.
  1. Zeitgleich, zur typischen Schulend-Stunde (Mittwoch, letzter Schultag, 11 Uhr), setzte eine kleine Delegation geladener Honoratioren auf dem Schlosspark, unter immensem Polizeischutz, den ersten Spatenstich für die Schloss-Arkaden (eine billige Schloss-Attrappe, hinter der sich das neue, überregionale Einkaufszentrum verbergen wird).
  2. Um Schüler und etwaige Demonstranten von diesem Ereigniss fernzuhalten, wurde (relativ großzügig) die Ersatzparty im Kiryat-Tivon-Park gesponsort. Brot und Spiele für den Pöbel.
  3. Eine seit Wochen angemeldete Gegenveranstaltung, die versuchte, die ehemalige Schlossparkfete mit einer Kundgebung gegen das ECE-Center zu kombinieren, wurde durch schikanöse Auflagen der Stadtverwaltung im Keim erstickt, so daß die Masse der Jugendlichen zu der kurzfristig von der Stadt anberaumten, oben in Punkt 2 erwähnten Ersatzfete abwanderte, wo auch die, vielleicht nicht besseren, aber doch mainstreamhaft-gefälligeren (und teureren) Bands spielten.
Alles in allem ein voller Erfolg für eine Handvoll korrupter Volksvertreter und überregionaler Investment-Haie.
 
Nachruf auf den Schlosspark. Hunderte, zum Teil unter Naturschutz stehende Bäume, wurden gefällt, die großzügigen Brunnenanlagen und weiträumigen Wiesen platt gemacht. Alles, damit hier ein riesiges, überregionales Einkaufszentrum entstehen kann, das die Braunschweiger Innenstadt veröden und die ansässigen Händler in den Ruin treiben wird. Ein Einkaufszentrum, daß zudem niemand (außer den externen Spekulanten) braucht. Meinungsumfragen, Umweltschutzauflagen, Klagen und Dienstaufsichtsbeschwerden, alles wurde mit einer solchen Leichtigkeit abgewiegelt und unter den Tisch gekehrt, dass grundsätzliche Zweifel aufkommen, ob wir noch in einer Demokratie leben: Der Fluss des Geldes!
 
Infos zum - gegen alle Bedenken und Bürgerwünsche durchgepeitschten - ECE-Center
findet Ihr auf Schlosspark-Braunschweig.de
 
Nachtrag: Unter der Internet-Adresse BS4U.net können alternative Vorschläge für den Standort zukünftiger School's out Partys gemacht werden.
 
 
Schloßparkfete 2004:  allerletztes Aufbäumen :-(
 
[ Hier findet Ihr eine umfangreiche Bildergalerie. ]
 
Wider Erwarten gab es doch noch mal eine Schulabschlussparty im Schlosspark. Ein allerletztes Aufbäumen einer vom Kommerz vertriebenen, wenn man so will subkulturellen Veranstaltung. Deutlich waren schon die Zeichen des Untergangs. Überall Bauzäune, die das zur Verfügung stehende Terrain arg verkleinerten. So war denn der "harte Kern" auch gar nicht mehr gekommen. Es waren überwiegend jüngere, erschreckend brave Schüler, die vermutlich zum ersten und auch letzten Mal dabei waren, und überhaupt nur deshalb gekommen waren, weil es halt die letzte Möglichkeit war.
    Einmal mehr gab es ein Polizeiaufgebot wie bei einer Großstadt-Demo. Es wurde gefilzt und kontrolliert, und unwillkürlich bekommt man den Eindruck einer Amerikanisierung der Verhältnisse. Wer einmal gesehen hat, wie amerikanische Polizisten, die ganz allgemein mehr an Nahkämpfer als an Ordnungshüter erinnern, mit Schlagstöcken und Handschellen auf harmlos feiernde Studenten losgehen, und jeden für bis zu 48 Stunden hinter Gittern verschwinden lassen, der öffentlich Bier trinkt (oder auch nur trägt/transportiert) oder noch nicht 21 ist, der weiß wovon ich rede. Und einen Kommentar zum geplanten Bau eines überregionalen Verkaufstempels, für den nicht nur der Schlosspark geopfert wird, sondern der mittelfristig die gesamte Braunschweiger City veröden wird, verkneife ich mir. Nur soviel: Der Strom des Geldes bestimmt heute die Politik!
[pete]
 
Schloßparkfete 2003: Die finale Staffel ;-)
 
Oh ja, es war die letzte braunschweiger Schulabschlußparty im Schloßpark. Das Ende einer fast 30-jährigen Geschichte, an der ich selber seit nunmehr fast 15 Jahren teilhaben durfte. Es war ein sehr braver Abschluß, aber dazu später mehr.
    Abschluss deshalb, weil der Schloßpark Platz machen wird für ein neues Hightech-Einkaufszentrum. Ja, da haben wir doch schon immer von geträumt: Statt sich in den Pausen in einem langweiligen, grünen Park zu langweilen, können Schüler und müßige Beamte zukünftig beim Shoppen entspannen. Wenn das nicht erzieherisch wertvoll ist, und längst überfällig war, um die Konjunktur wieder in Gang zu bringen, dann weiß ich auch nicht weiter ;-)
 
Wie gesagt, es war die letzte und auch die bravste Party bislang, und auch die bestbesuchte (mit fast 4000 Schülern). Polizei und Medien waren begeistert (und das sagt eigentlich schon alles). Die Präsenz der Ordnungshüter war einmal mehr unglaublich. Alleine über 100 uniformierte Polizisten, darüber hinaus Mitarbeiter des Jugendschutzes (wohl der Tod jeder Party ;-) ) und eine unbekannte Dunkelziffer aus Zivilfahndern. Man muß sich das mal reinziehen, das Ganze für eine Fläche von kaum mehr als 70 x 70 Meter!!!
    Dennoch, gerade die, die zum ersten (und letzten) Mal dabei waren, waren durchaus fröhlich, sie kannten es ja nicht anders. Der Springbreak-Charakter vergangener Jahre war naturgemäß völlig verloren gegangen, und auch das Wetter war (zum Bedauern sehfreudiger Jungs und zeigfreudiger Mädels) eher verhalten. Aber der Fröhlichkeit und Feier des eigentlichen Anlasses (Ferien und ge- oder misslungene Versetzung/Abi) konnte das alles keinen Abruch tun.
[pete]
 
Braunschweiger Schlossparkfete vom 18. Juni 2002
 
Bis vor einigen Jahren konnte man sagen, dass die Braunschweiger "Schlossparkfete" ihresgleichen unter den Schulabschlussparties sucht. Leider aber haben zwei Trends der letzten Jahre sie mittlerweile zur Farce werden lassen.
 
Trend 1: Ein zunehmendes Polizei-Aufgebot, das dem Besuch des amerikanischen Präsidenten gerecht werden würde. Das ist einfach lächerlich. Taschen wurden kontrolliert, alkoholische Getränke beschlagnahmt, Polizeistaat läßt grüßen. Neben jedem Grüppchen von Schülern postierte sich ein Polizist, glotzte den Mädels in den Ausschnitt, oder gab durch seine Präsenz schlicht: "Big Brother is watching you!" zu verstehen. Wer sollte unter solchen Bedingungen noch unbefangen feiern oder Spaß haben. Eine ähnliche Polizeipräsenz bei einem Volksfest wäre unvorstellbar. Aber mit den blöden Kids kann man das ja machen. Trotz völligen Fehlens irgendwelcher Zwischenfälle gab es zahlreiche Platzverweise, und schließlich wurde die Versammlung, zu einem durch die Obrigkeit bestimmten Zeitpunkt, aufgelöst, angeblich damit die Reinigungskräfte arbeiten können.
 
Der 2. Trend, dass nämlich die Schüler, vor allem die Mädels, jedes Jahr jünger werden, ist ebenfalls dem ursprünglichen Sinn dieses Festes abträglich. Es gab immer ein paar Frühreife dazwischen, und niemand störte sich an ihnen, aber in dem Maße, in dem das Hauptgewicht der Besucher sich auf unter 16 verlagerte, ergriffen die ursprünglichen Abiturienten und "Ehemaligen" die Flucht. Entsprechend braver ging es auch die letzten Jahre zu. Der zeitweilige Springbreak-Charakter, mit fast nackten Mädels, nassen T-Shirts, mehr oder weniger unbekümmerten Liebespaaren und -Trios auf Wiese und im Gebüsch, und zugebener Maßen auch einigen vollständig besoffenen, ging praktisch völlig verloren. Als diesjährige Höhepunkte "menschlicher Verwerflichkeit" muß man denn wohl zwei ca. 14 Jahre alte Mädels, die miteinander Zungenküsse übten ;-) ansehen, sowie eine junge Dame, die kurzzeitig oben ohne zu sehen war. Pffhhh. Nicht mal richtig Besoffene gabs. Wie denn auch, wenn die sofort von der Polizei Platzverweis bekamen. Naja, alles was ich sagen will, ist dass es früher irgendwie fröhlicher und ausgelassener zuging.
 
Alles in allem scheint es an der Zeit, die Polizei und die Kiddies auszutricksen, und sich einen neuen Platz zum Feiern zu suchen.
[pete]
 

Zur angeblichen Verwechslungsgefahr dieses Blogs mit städtischen Veranstaltungen.
 
Davon abgesehen, dass es diesen Blog schon wesentlich länger gibt (ca. 15 Jahre) als diese alberne Bürgerpark-Party und auch seine internationale Popularität und Verlinkung um ein Zigfaches größer ist, distanziere mich hier auch von jeher ausdrücklich von den Machenschaften um diese peinliche neue Veranstaltung im Bürgerpark. Kurze Berichte, die ich hier einmal jährlich darüber verfasse, dienen ausschließlich der weiteren Distanzierung und Abgrenzung zu dieser für die Stadt beschämenden Demonstration von Kontroll- und Überwachungswahn.
 
Mit der hier dokumentierten alten Schlossparkfete aus den 80er und 90er Jahren besteht schon vom Namen her keinerlei Verwechslungsmöglichkeit. Den Schlosspark gibt es zudem gar nicht mehr. Desweiteren gebe ich hier dem deutschen Wort "Schulabschlussparty" den Vorzug vor dem von der Stadt als dümmlicher Anbiederungsversuch verwendeten noch dümmlicheren Anglizismus "School's Out Party".
 
Das Gegenteil ist der Fall: Die neuen Veranstalter missbrauchen das Renommee der alten Schlossparkfete, um ihre Selbstbeweihräucherung und ihren Kontrollanspruch effektiver zu vermarkten. In ähnlicher Weise hatten einst die alten Christen heidnische Feste (bei denen es hoch her ging) für sich vereinnahmt und ihre eigenen Feierlichkeiten (Weihnachten, Ostern) bewusst auf diese alten Daten gelegt. Auf diese Weise nutzten und kontrollierten sie die alten Veranstaltungen und konnten ihre neuen Prinzipien von Bevormundung, Gängelung und Sexualfeindlichkeit etablieren.
 
Sie sollten sich dabei aber nicht täuschen: Die Jugendlichen von heute spüren genau, wenn sie verarscht werden. Sie heulen einfach mit den Wölfen und machen für sich das Beste aus ihrer beklemmenden Situation. Sie besuchen diese Party nicht wegen, sondern trotz der Veranstalter. Und hinterher besuchen sie diesen Blog und schicken mir ihre Bilder. Die ich aber schon seit langem nicht mehr veröffentliche, weil ich diese aus meiner Sicht faschistoide Überwachungs-Veranstaltung nicht auch noch promoten will.
 
 
Die Geschichte der braunschweiger Schlosspark-Fete
 
Eine eindeutige Geburtstunde ist nicht auszumachen. Der braunschweiger Schloßpark, direkt beim Bohlweg, liegt sehr zentral, und die Schüler mehrerer Schulen kommen und kamen dort vorbei, auf dem Weg zum Bus, zur City, oder einfach in den Pausen. Die zentrale Lage, die nahegelegenen Geschäfte, McDonalds und Pizzerien, eine großzügige Wiese mit Teich und Springbrunnen, waren dann ideale Voraussetzung (heute würde man sagen "Location") um eines der größten, überregional bekannten Events entstehen zu lassen, dass eigentlich gar kein Event ist, keine Veranstaltung, einfach nur ein loses, unorganisiertes Treffen der Schüler nach dem letzten Schultag vor den Sommerferien. Traditionell ein Mittwoch.
 
Wie gesagt, eine Geburtsstunde läßt sich nicht festlegen, aber mehr als 20 Jahre sind es sicherlich. Ich selber bin seit fast 15 Jahren dabei, und konnte die wechselvolle Geschichte dieses "Events" mitverfolgen. Waren es ursprünglich nur Abiturienten, die dort ihr bestandenes (oder vermasseltes) Abitur feierten, so stießen nach und nach auch die jüngeren dazu, und inzwischen dominieren sie bereits das Feld.
 
Vorübergehend gab es Probleme mit Drogenhändlern, die sich dort ganz offen an die Kiddies heranmachten. Vermutlich tragen sie Mitschuld am jährlich größer werdenden Polizei-Aufgebot. Obwohl nach einigen Razzien längst nicht mehr vertreten, hat man nun aber einen bequemen Vorwand, die ganze Veranstaltung, die der Obrigkeit sicher von jeher ein Dorn im Auge war, mit massivem Polizei-Einsatz zu reglementieren. Tatsächlich notwendig sind sie nicht. Eigentlich sogar eher lächerlich. Es gab nie Gewalt oder Vandalismus in der langen Geschichte der Schlossparkfete. Die Drogenhändler verkaufen ihr Zeug inzwischen längst direkt in und vor den Schulen (wo eine weit geringere Polizei- und Aufsichts-Präsenz ist), und gesoffen wird auch nicht mehr und nicht weniger, als bei anderen Veranstaltungen, wie Volksfesten etc. Aber wahrscheinlich freut sich die Polizei inzwischen schon auf diesen Einsatz und läßt es sich nicht nehmen, auch wenn es albern ist.
 
Wenn ich über die Jahre zurückblicke, fällt mir persönlich ein erheblicher Wandel der Generationen auf. Auf der einen Seite sind die Jugendlichen heute früher dabei, zum Teil schon mit 13, 14. Auf der anderen Seite aber sind sie viel braver, als wir damals. Man wird kaum mal ein Mädel ohne Bikinioberteil sehen, es gibt kein Petting und keine Paare in den Büschen, manchmal hat man sogar fast den Eindruck, als sitzen die Jugendlichen nach Geschlechtern getrennt. Es würde wohl zu weit führen, hier zu erörtern, ob das die Nachwirkungen von AIDS und 15 Jahren Kohl-Regierung sind. Aber irgend was muß passiert sein. Naja, ich will jetzt aber auch nicht den Eindruck des Veteranen erwecken, der alle Leute mit seinen "was waren wir doch damals noch für tolle Typen" Vorträgen nervt. Es war lockerer und unkomplizierter, das in jedem Falle.

 

 
Copyright (c) 2012 Peter Kerl - Klicken für Kontakt
www.peterkerl.de